Weil der Alltag in Australiens Northern Territory so hart und anstrengend ist, bringt er unglaublich viel Kunst hervor. Aboriginal Art natürlich, aber auch whitefella-Perspektiven. Eine der bekanntesten lokalen Künstlerinnen außerhalb der Aboriginal Community ist Carol „Kaz“ Randall, 66 Jahre alt, aus Katherine. In vier Tagen im Gästezimmer ihres von Stelzen getragenen Tropenhauses gewährt sie mir einen faszinierenden Einblick in ihren Alltag, ihre Ehe und die Quellen ihrer Inspiration.
Author: Maja Roedenbeck
Ich kann euch gar nicht sagen, wie viel Spaß es mir macht, die Texte für mein kleines Magazin – für euch – zusammenzustellen. Hier kommt nun schon die zweite Ausgabe.
Mit Mitte 40 oder 50 kommt man auf allerlei Ideen, was man unbedingt noch tun muss, weil man es zuvor verpasst hat: reisen, daten oder eine Affäre haben, und wenn es eine ausgewachsene Midlife Crisis ist, vielleicht sogar einen Porsche kaufen. Aber das Allerbeste, was Du machen kannst, ist, noch einmal etwas Neues zu lernen – und zwar mit professioneller Unterstützung. Dich ganz bewusst wieder in die Rolle des Schülers oder der Schülerin zu begeben. Das ist leichter gesagt als getan, wenn man im Büro ein Team leitet oder zu Hause Kinder erzieht. Aber es lohnt sich sehr.
Auf dem Stahltischchen vor mir ein Weinglas, fast leer.
Ob das meins ist? Das weiß ich jetzt echt nicht mehr.
Dunkelroter Saft, meine Zunge schmeckt ihn nicht,
nur: Wenn ich nicht getrunken hab‘, warum brennt dann mein Gesicht?
Diese Kurzgeschichte von Maja Roedenbeck hat bei der 9. Müchner Menülesung im Jahr 2008 den 4. Platz belegt.
Der Lake Bosomtwe in Ghana ist einer von sechs Seen weltweit, die durch einen Meteoriteneinschlag entstanden sind. Warum er für das einheimische Volk der Asante heilig ist, hat Maja Roedenbeck sofort gefühlt, als sie an seinem kreisrunden Ufer stand.
Seit der Dokumentation „Skywalkers – Eine Liebesgeschichte“, die auf Netflix und in IMAX-Kinos läuft, sind Ivan Beerkus und Angela Nikolau als das „daredevil couple“ („Draufgänger-Paar“) in aller Munde und weltweit in den Medien. Zwei Russen in ihren 30ern, die auf Baukräne, Antennen, Turmspitzen und Masten auf den Dächern der höchsten Hochhäuser der Welt klettern und dort oben Selfies und Drohnenaufnahmen von sich machen. Inzwischen leben sie in New York. Wer ihnen jenseits der Kinoleinwand in den sozialen Netzwerken folgt, erlebt ein Künstlerpärchen zwischen kindlicher Naivität und unkonventionellen Ideen, zwischen altmodischen Rollenbildern und der Speerspitze moderner Kunst.
Ob als umgeschulte Betreuungskraft in einer Pflegeeinrichtung oder als Informatikerin beim Bundesverwaltungsamt, als Musiker im Lehramt oder Hausnotruf-Kundenbetreuerin ganz ohne Qualifikation – Quereinsteigende bilden eine tragende Säulein vielen Berufsfeldern. Längst nicht mehr nur als Notlösung, sondern zunehmend als wichtige Stellschraube gegen den Fachkräfte- und Personalmangel verstanden, sind sie gefragt wie nie. Und mit engagierter Personalentwicklung oft sogar mittelfristig als „echte“ Fachkräfte einsetzbar.
